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Mediathek Wallis

Aus der Feder von…

Rafik Schami

Regelmässig laden wir Sie ein, mit uns eine Autorin oder einen Autor aus unseren Medienbeständen zu entdecken.

Rafik Schami

 

© Vincent Eisfeld

Rafik Schami wurde am 23. Juni in Damaskus geboren und feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag. Schami stammt aus einer christlich-arabischen Familie und studierte in seiner Heimat Chemie, Mathematik und Physik. Bereits in jungen Jahren begann er sich auch für Literatur zu interessieren und gab ab 1966 eine Wandzeitung heraus, die aber verboten wurde. Anfangs der Siebzigerjahre zog er nach Deutschland, um dieser Zensur zu entgehen.

 

In seinen Geschichten erzählt er gern über die arabische Welt. Schami gilt als begnadeter Erzähler und dass die mündliche Erzähltradition nicht verloren geht, ist ihm ein wichtiges Anliegen. So erinnern seine Sammlungen oft an die Geschichten aus 1001 Nacht.

 

Rafik Schami spricht mit seinen Werken Kinder wie auch Erwachsene an. Er publiziert Bilderbücher wie Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm, autobiographische Jugendromane wie Eine Hand voller Sterne. aber auch Erwachsenenliteratur, wie das bekannte Werk Der ehrliche Lügner.

 

Besonders gelobt wurde sein berühmtestes Werk Die dunkle Seit der Liebe, die über die Geschichte Syriens erzählt und autobiographisch gefärbt ist. In seinen späteren Werken kritisiert er auch verschiedene Aspekte in der arabischen Gesellschaft, so problematisiert er die Sippenhaftigkeit, weil Missstände nicht geäussert werden dürfen oder er problematisiert in seinen Büchern die Unterdrückung der Frauen. Kritik äussert Schami auch an der mangelnden Pressefreiheit in den arabischen Ländern.

 

Rafik Schami erhielt für seine Werke zahlreiche Auszeichnungen.

Eine Liste mit allen Werken, die in der Mediathek Wallis erhältlich sind, finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie hier.

S. Corinna Bille

 

Foto: © Oswald Ruppen, Médiathèque Valais - Martigny

Die Walliserin Corinna Bille wird am 29. August 1912 geboren und gilt als eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der Westschweiz. Sie besucht u.a. die Schule in Luzern und lebt mit ihrem ersten Ehemann in Paris. Später verliebt sie sich in den vier Jahre jüngeren Maurice Chappaz: Corinna Bille erblickt ihn auf einer Fotografie und es ist um sie geschehen. Aber auch der reale Chappaz entspricht ihren Erwartungen und für Maurice Chappaz verkörpert Bille all das, was er jahrelang suchte. Bereits kurze Zeit nach ihrem ersten Treffen schreiben sie sich leidenschaftliche Briefe.

 

Ab 1942 sind Corinna Bille und Maurice Chappaz ein Liebespaar und im August 1944 wird das erste von drei Kindern geboren. Ein Bauernhaus in Raron wird zur ersten Heimstätte der jungen Familie, bevor ihr Nomadenleben beginnt. Von der Literatur können sie lange nicht leben und ihre Familien unterstützen sie regelmässig. Diese Mittellosigkeit belastet auch ihre Ehe und Bille empfindet besonders die Freiheiten im Familienleben ungleich verteilt. 

 

1968 erscheint der Erzählband Schwarze Erdbeeren.

 

1979 erhält Corinna Bille in Paris den Prix Goncourt für ihre Erzählung Mädchen auf weissem Pferd.

Weitere Informationen über den Autor und sein literarisches Werk erhalten Sie hier.
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Mirjam Pressler


Foto:©Mirjam Pressler bei einer Lesung im Anne Frank Zentrum, 2012

Neben starken Autorinnen und Autoren soll an dieser Stelle eine Person vorgestellt werden, die auch als Übersetzerin hervorragende Arbeit geleistet hat. Wussten Sie, dass Mirjam Pressler, die vor 2 Jahren gestorben ist, über 300 Werke ins Deutsche übersetzt hat? Für Judas von Amos Oz erhielt sie 2015 an der Leipziger Buchmesse den Preis für die beste Übersetzung.


Selbst teilweise in einem Kinderheim aufgewachsen, schreibt sie in ihren Romanen oft von Kindern mit einer unglücklichen Kindheit. In ihren Jugendromanen setzt sie sich regelmässig auch mit dem Holocaust auseinander oder mit realistischen Themen aus der Lebenswirklichkeit der Kinder. In einem Interview sagte sie:


„Ich bin Mirjam Pressler. Und ich hatte eine beschädigte Kindheit, und ich finde es faszinierend, wie Kinder und Jugendliche es schaffen, sich aus Scherben eine Identität aufzubauen und einen Lebensentwurf zu finden. Das ist das, was mich am meisten interessiert an Menschen.“

 


Weitere Informationen über den Autor und sein literarisches Werk erhalten Sie hier. Eine Liste mit allen Werken, die in der Mediathek Wallis erhältlich sind, finden Sie hier. Einige Titel sind auch in Französisch und/oder Englisch erhältlich.

Virginia Woolf

Foto: Stu's Images  (© BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons)

Virginia Woolf gebürtige Adeline Virginia Stephen wurde am 25. Januar 1882 in London in einer gutsituierten Familie geboren, die zahlreiche Kontakte mit Literaten pflegte. An ihrem ersten Roman The Voyage Out (Die Fahrt hinaus) arbeitete sie während vier Jahren, und als er 1915 erschien, verkaufte er sich trotz guter Kritik schlecht. Zusammen mit ihrem Mann, dem Kritiker Leonard Woolf, gründete sie 1917 den Verlag The Hogarth Press.

 

Virginia Woolf war eine der lebendigsten Essayistinnen ihrer Zeit und hinterliess ein umfangreiches Tagebuch- und Briefwerk.

 

Sie erlitt in ihrem Leben mehrere psychische Zusammenbrüche und manisch-depressive Episoden. Die Verzweiflung wurde vor allem in den letzten Lebensjahren immer gravierender. Am 28. März 1941 im Fluss Ouse bei Lewes (Sussex) nahm sich Virginia Woolf das Leben.

 

Zitate


„Frauen waren jahrhundertelang ein Vergrößerungsspiegel, der es den Männern ermöglichte, sich selbst in doppelter Lebensgröße zu sehen.“ (aus: Ein Zimmer für sich allein)


"Manchmal denke ich, der Himmel besteht aus ununterbrochenem, niemals ermüdendem Lesen. (Virginia Woolf an Ethel Smyth)
 

 

 

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Einige Titel sind auch in Französisch und/oder Englisch erhältlich.


Friedrich Dürrenmatt

Foto: © Kurt Strumpf /AP Photo / Keystone

 Am 5. Januar 2021 wäre Friedrich Dürrenmatt 100 Jahre alt geworden. Der Schriftsteller, Dramatiker und Essayist hinterliess auch ein umfangreiches grafisches und zeichnerisches Werk. Ab 1952 in Neuenburg Zuhause, bereiste er das In- und Ausland hauptsächlich aufgrund der Inszenierungen seiner Theaterstücke.

 

Dürrenmatt war eine gesellige und unterhaltsame Person, unterhielt einen stattlichen Weinkeller und unterstützte ohne viel Aufhebens andere Schriftsteller finanziell.

 

2000 wurde in seinem ehemaligen Wohnhaus das Centre Dürrenmatt in Neuenburg eröffnet.

 

Seine Werke wurden in über 40 Sprachen übersetzt und sind auch heute noch aktuell. Werke wie «Die Physiker» oder «Der Besuch der alten Dame» stehen weiterhin zurecht auf den Literaturlisten von Gymnasien und Mittelschulen. 

 


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