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MédiathèqueValais
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Amherd Paul

Geburts- und Todesjahr

1825-1887

Biografie

Paul Amherd wurde am 8. Mai 1825 als Sohn des Johann und der Johanna in Obergesteln geboren. Als Elfjähriger begann er seine Ausbildung am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig. Nach der Matura trat er 1844 ins Noviziat der Liguorianer auf dem Bischenberg im Unterelsass ein. Der Entscheid für den Orden der Liguorianer, auch Redemptoristen genannt, ist vermutlich auf deren Ordensniederlassung in Visp von 1811 zurückzuführen.[1] Der Orden betreute mehrere Oberwalliser Pfarreien, unter anderem auch diejenige von Obergesteln.
1850 legte Amherd seine Gelübde ab und begab sich zunächst nach Frankreich. In Contamine (Savoyen) schloss er seine Studien ab und arbeitete als Lektor im Departement Moselle. Ein Jahr später wurde er in Nancy zum Priester geweiht. Danach folgten sieben Jahre (1852-1859) als Missionar in Luxemburg ehe er kurzzeitig in Bornhofen (1860) und in Trier (1862) tätig war.
Nach seiner Wanderschaft trat Amherd 1864 in den Kapuzinerorden in Luzern ein. Ab 1865 war er Kanzelredner und Volksmissionar in Sitten. Nur vier Jahre später zog es ihn wieder aus dem Wallis weg; er wurde 1869 Operarius der Ordensfamilie in Altdorf, war von 1870-1872 Vikar in Solothurn und agierte als Superior der Barmherzigen Schwestern in Ingenbohl.
Danach kehrte er ins Wallis zurück, wo er die Professur für Dogmatik am bischöflichen Seminar in Sitten übernahm und in den Pfarreien von Blitzingen und Ulrichen tätig wurde. Die 1880er Jahre verbrachte er schlussendlich in Rapperswil und in Hospenthal.
Paul Amherd ist am 8. November 1887 nach längerer Krankheit in Rigi-Klösterli verstorben.

Bibliografie (Auswahl)

  • Thomas in den Bünden oder der Freiheitskampf von Wallis: ein historisches Drama, Aarau: Verlag H. R. Sauerländer, 1880.
  • Denkwürdigkeiten von Ulrichen: ein Beitrag zur Freiheitsgeschichte der Schweiz, Bern: Druck und Verlag von K. J. Wyss, 1879.
  • Maria, die Trösterin der Betrübten, oder Geschichte der Verehrung Maria’s als der Schutzpatronin der Stadt und des Landes Luxemburg, Luxemburg: Verlag von V. Bück, 1855.

Entdecken Sie die in der Mediathek Wallis verfügbaren Werke von Paul Amherd

Quellen

    • [1]Gregor Zenhäusern, Gommer Geistliche als Geschichtsforscher, in: Blätter aus der Walliser Geschichte, Brig, Bd. 20 (1988), S.83-99.
    • Adolf Fux, Oberwalliser Literatur im letzten Jahrhundert, in: Blätter aus der Walliser Geschichte, Brig, Bd. 14 (1965/66), S.195-216.
    • Leo Hallenbarter, Leben und Wirken des Kapuzinerpaters Paul Amherd, in: Blätter aus der Walliser Geschichte, Sitten, Bd. 8 (1938), S.412-425.
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